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True Detective - Season 1

Langsam erzählte Jagd auf einen Serienmörder  ohne Schnörkel.

In langen Rückblenden in die 90er wird zunächst die Such nach einem Serienkiller an der Küste von Louisiana erzählt. Im Mittelpunkt stehen dabei die beiden ungleichen Detectives Rustin Cohle (Matthew MaConaughey) und Martin Hart (Woody Harrelson). Ihre verschiedenen Weltanschauungen prallen dabei immer wieder aufeinander und sind der Angelpunkt der Serie. Nachdem die Ermittlungen in den 90er zu einem Ende kommen, werden die Rückblenden weniger neue Entwicklungen führen Rust und Marty wieder zusammen.

Die Serie lebt von der tollen schauspielerischen leistung der Hauptdarsteller. Beide haben mich sehr beeindrukt, insbesondere Woody Harrelson der für mich zunächst nicht in die Ernsthaftigkeit des Stoffes passen wollte. Lag wahrscheinlich an Zombieland. Leider wird es auf Grund der Erzählweise der Serie kein Wiedersehen mit den beiden geben.  

That feeling like life has slipped through your fingers. Like the future is behind you. Like it’s always been behind you. (Martin) 

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Rush

Tolle Darstellung der Rivalität zweier Sportsmänner, für alle die das rechte Pedal gernemal durchtreten.

Der Film zeigt die wahre Geschichte um die Rivalität zwischen den Rennfahrern Niki Lauda (Daniel Brühl) und James Hunt (Chris Hemsworth). Beide steigen Mitte der 70er in die Formel 1 auf und kämpfen in der Saison 1976 mit allen Mitteln um den Gewinn der Weltmeisterschaft. Dabei wird zu gleichen Teilen das Geschehen auf, als auch neben der Strecke beleuchtet, wobei sich beide Akteure kaum mehr unterscheiden könnten.

Der Film hält sich an die Geschichtliche Vorlage, so gibt es unteranderem die lustigen 3-achsigen Tyrells zu sehen. Es wird ordentlich geflucht und  Laudas österreichisch-englisch ist, zumindest in der OV, einfach nur herrlich. Der Film zeigt ohne viel Pathos, das auch Gegner sich respektieren können.

Für alle Automobilisten eine schöne Aufarbeitung, für alle anderen eine simple, aber unterhaltsame, Charakterstudie.

Lauda: A wise man can learn more from his enemies than a fool from his friends.

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"For the win" von Cory Doctorow

Irgendwo zwischen spannender Geschichte und Sachbuch über eine Netzarbeitergewerkschaft.

Das Buch erzählt die Geschichte von jungen Menschen die als Farmer ihren Lebensunterhalt in Computerspielen verdienen. Sie sehen sich der Unterdrückung durch ihre Arbeitgeber ausgeliefert. Letztlich versuchen sie einen gewerkschaftlichen Zusammenschluß. Die Geschichte springt dabei zwischen Californien, Indien und China. 

In der Geschichte gibt es immer wieder längere Abschnitte die Wirtschaftliche Hintergründe erläutern, was dann Handlungsfluß deutlich unterbricht. Meiner Meinung nach werden diese jedoch recht anschaulich erklärt und finden sich auch in der Geschichte wieder. Die Geschichte wird zwar spannend erzählt und versucht ohne zu sehr aufdringlich zu sein ein Bewusstsein für die prekären Verhältnisse der Goldfarmer zu schaffen. Seine jugendliche Zielgruppe kann sich das Buch nicht verbergen. Insgesamt bleibt die Geschichte aber glaubhaft.

Ein schönes Buch über die globalisierte Welt nicht nur für Gamer mit Bildungsauftrag und Moral.

Quelle: Wikipedia
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Tropic Thunder

Unterhaltsame Blödel Action Komödie über Schauspieler, für alle die Kriegsfilmen etwas abgewinnen können.

Ein abgehalfterter Actionheld, ein angeblicher Charakter-Darsteller, ein Gangster-Rapper, ein drogensüchtiger Comedian und ein Teenie-Schwarm sollen den nächsten Vietnam Anti-Kriegsfilm drehen, basierend auf einer wahren Geschichte. Der Regisseur ist überfordert und wird vom Produzenten zusammen gestaucht, so dass er sich auf den Vorschlag des Autors und Vietnam-Veterans ein, die Schauspieler im Dschungel auszusetzen und mit versteckter Kamera zu filmen. Natürlich geht dabei schief, was schief gehen kann. Aber alle raufen sich zusammen und nach dem Showdown wird alles gut.

Der Film persifliert phasenweise sehr gut die Filme des Genres und verzichtet dabei auch nicht auf den Einsatz roter Farbe. Dabei wird er zum Teil auch etwas makaber, was aber in Zeiten sehr expliziter Horror-Filme wohl kaum mehr jemanden stören wird. Der Film zeigt wunderbar die Eigenheiten der Stereotypisch angelegten Charaktere. Besondere Erwähnung soll hier Tom Cruise für die Darstellung des Produzenten bekommen, aber auch die anderen Schauspieler sind passend besetzt. Die Satire über Schauspieler und ihre Eigenheiten gefällt mir gut, und auch die Anspielungen auf diverse Genre-Klassiker passt.

Wer immer schon mal wissen wollte wie Hollywood so funktioniert wird, eine gewisse Affinität zum Kriegsfilm-Genre vorausgesetzt, gut unterhalten.

Man, I don’t drop character ‘till I done the DVD commentary.

Quelle: Wikipedia
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Top Mate

Auf Empfehlungen der wikigeeks verkostet ich mit Ralph Top Mate.

Das koffeinhaltige Tee-Getränk kommt wie so vieles heut in einer PET-Flasche daher. Streitigkeiten über den Sinn und Unsinn sind viel geführt worden. Meiner meinug nach sind sie zwar praktischer und villeicht auch umweltschonender, aber Glasflaschen sind ästhetisch einfach schöner. Die Verpackung ist relativ schlichten braun und ocker Tönen gehalten. Neben den üblichen Nährwert Informationen, enthält Mate auch nichts gegen das man allergisch seien könnte. Der Koffeingehalt ist mit 22 mg pro 100 ml etwas höher als bei der bekannten Club-Mate.

Nach dem öffnen kann man einen leichten, fruchtigen Geruch wahrnehmen.Dieser fruchtige Eindruck, der an Pfisich erinnert, setzt sich auch beim Trinken fort. Unterstützt durch den, im Verlgeich zur Club-Mate, geringern Kohlensäuregehalt, bleibt ein etwas weicherer Geschmackseindruck. Der Top Mate fehlend rauchige Mate Noten und sie bleibt somit näher am klassichen, fruchtigen Eistee.

Wem Club-Mate zu kräftig im Mate Geschmack ist, für den ist Top Mate eine Alternative. Mein Favorit bleibt der Klassiker von Loscher.

Quelle: hacker.brau.se
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Iron Sky

Der Film mit der Reichsflugscheibe, finanziert von Leuten aus diesem Internet.

2018 will die Präsidentin der “United States of the Americas” wiedergewählt werden, deshalb gibt es erstmal seit mehr als 45 Jahren wieder eine bemannte Mondmission. Dabei entdecken sie zufälligerweise nicht nur Hellium-3 sondern auch die Nazis, die dort seit 1945 leben. Die Nazis fühlen sich ertappt und wollen zurück auf die Erde, was ihnen letztlich auch gelingt. Die Weltgemeinschaft rauft sich zusammen und verteidigt sich gegen die Invasion.

Seit dem ersten Trailer vor mehr als 2 Jahren war Ich in freudiger Erwartung auf den Film. Letztlich wurden meine Erwartungen erfüllt, was durch den aufgebaut Hype aber auch schon schwer genug war. Anspielungen auf diverse Meme und Verschwörungstheorien sind für Kenner exzellent umgesetzt. Die Liebe zum amüsanten Detail liegt dem Film nahe. Was ihm etwas fehlt ist der durchgehende Fluss. Der Film schwankt zum Teil sehr zwischen Ernst und Trash. Das Gefälle zwischen subtilem Witz und Blödelei in Manchen Szene einfach zu steil. Mit Udo Kier und Götz Otto wurden die passenden Schauspieler gefunden, keiner verkörpert den verrückten Nazi so gut wie Udo Kier. Über das Ende kann man streiten, ich finde es richtig.

Wer über die Trailer lachen konnte, kann sich auch den Film bedenkenlos anschauen. Es gilt aber: Trash bleibt Trash.

We come in Peace!

Quelle: Wikipedia
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heute-show (23.03.12)

Nach dem die vorletzten Sendung (vom 16.03.) ein Grünen Spezial hatte, ging es in der Show um unsern neuen Bundespräsidenten, den Superwahlfrühling und die Lebensweisheiten von Verbraucher- und Familienministerin.

Nach meinen Abgesang auf den Satire in Deutschland im Bezug auf die Extra3 Sendung vom 14.03. hatte die heute-how mit einer tollen Ausgabe gekontert. Durch die voranschreitende Depublizierung, gab es hier dann jedoch kein Review. Diese Sendung war dann auch wieder mehr Durchschnittskost, ohne wirkliche Höhepunkte. Etwas FDP-Bashing hier ein bißchen Größenvergleiche mit dem Saarland da. Einzig der Kommentar von Olaf Schubert, das die katholische Kirche ja immer gut für Nachwuchs gesorgt hätte. Auch wenn die Aktion “Teller oder Tonne" wirklich etwas skurril ist. Die gestellte TV-Show, war dann doch etwas sehr flach. Auch der Kommentar von Herrn Hassknecht war schon einmal besser, zählt aber auch zu den Höhepunkten der Sendung.

Insgesamt ist die Sendung schwächer als die von Letzter Woche, die heute-show gefällt mir aber immer noch besser als extra3.

Quelle: heuteshow.zdf.de
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wikigeeks 'Einmal mit Profis' (WG025)

Die Jumbiläumsausgabe der Göttinger Geeks um Claudia Krell, Betram Kleff und Ralf Stockmann, es fehlte in dieser Ausgabe Florian Heinz.

Nach dem anfänglichen Geplänkel mit Lobgesang für die Hörsuppe und unterdrücktem Rant, geht es weiter mit den News und einem Überblick über das frisch in Deutschland gestartete Spotify und den Einfluss von Musikstreaming auf die Bezahlung der Künstler. Als nicht ganz neuer aber zumindest heisser Social Media Scheiss geht es im Anschluss um den schnellen Meinungsdienst thumb!. Der Rest der News setzt sich aus dem Ableben der Encyclopedia Brittanica und des Googleproxies Scroogle, sowie einer Liebesbekundung an offene APIs zusammen. 

Hauptthema ist das Kampagne um das Video Kony 2012, welches auch schon in NEWZ009 thematisiert wurde. Mit Medienwissenschaftlichem Hintergrund rollen die Geeks die Funktionsweise der viralen Kampagne auf und greifen dabei auch die öffentliche Kritik an der Organisation und dem Video auf.Abgerundet wird der Podcast zum Ende mit einem Rant auf die CeBit, dem Weihnachtsman im Frühling und optischen Illusionen.

Wiedereinmal liefern die wikigeeks eine gelungene Folge ab, mit allem was dazugehört: heisser Social Media Scheiss und gesellschaftliche Netzthemen in einer entspannten Atmosphäre. Besonders die medienwissenschaftliche Betrachtung des Kony Videos hat mir gefallen. Wer NEWZ009 schon gehört hat dem sei auch dieser Podcast empfohlen, da hier beleuchtet wird wie das Video ‘funktioniert’ und was das für Auswirkungen auf uns, die Gesellschaft und zukünftige Kampagnen hat. Erfreulich Kurz bleibt der Jubel um das neue iPad, auch wenn es tatsächlich sehr schick ist und ein trffende Voraussage hervorbrachte.

…unsere Kinder werden in einer Welt ohne Pixel aufwachsen.

Quelle: wikigeeks.de
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anyca.st 'Konklavenspezial' (ANY012)

Ein kurze Folge des Göttinger Podcasts von Mohrhardt und Renke Bruhn

Nur für die Live-Hörer gab es einen Kommentar zur Wahl des Bundespräsidenten. Nach dem der weiße Rauch über dem Bundestag aufgestiegen war, ging es auch mit dem Podcast los. In desem wurde die Wahl dann auch nochmal aufgegriffen. Weiter ging es mit interessant Überlegungen zum Zerbrechen der Koalition in NRW und wie es nach den Wahlen weitergehen könnte. Insbesondere die Rolle von Norbert Röttgen und Christian Lindner. Auch die Rolle von Frau Merkel wird angesprochen. 

Zu hören ist in dieser Jubiläumsausgabe eine schöne Zusammenfassung der aktuellen Lage. Mutti ist unantastbar, die FDP ist kurz vor dem Exitus und keiner weiß so richtig wie sich das auf die Bundespolitk auswirken wird. In jedemfall wird die Schwarz-Gelbe Koalition in Bedrängnis kommen wenn sowohl die CDU als auch die FDP in den kommenden Landtagwahlen Rückhalt verlieren. Auch wenn es so scheint als Bahne sich ein Wechsel an, wird Frau Merkel dies mit ihr unnachahmlichen stoischer Ruhe aussitzen.

Annuntio vobis gaudium magnum: Habemus praesidentem.

Weiter geht es mit anyca.st live am kommenden Donnerstag den 22.03.12. Alle geplanten Termine gibt es auch dort als Kalender.

Quelle: anyca.st
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Being John Malkovich

Being John Malkovich (1999) ist einer dieser Film von dem alle “schon mal gehört haben” und dann sagen das er “ganz gut sein” soll. Tatsächlich ist er das auch.

Der Film dreht sich um den erfolglosen Puppenspieler Craig Schwartz (J. Cusack), seine tierliebe Frau Lotte (C. Diaz) und Craigs Arbeitskollegin Maxine (C. Keener). Sowie natürlich John Malkovich, der eine fiktive Variante von sich selbst. Craig und Maxine entdecken bei ihrem Arbeitgeber eine Portal durch das man John Malkovich werden kann. Letztlich entwickeln sich Beziehungen zwischen den Craig beziehungsweise Lotte, während sie Malkovich sind, und Maxine.

Der Film beginnt scheinbar etwas träge, zeichnet aber zunächst die Charaktere vor. Sind die ersten 20 Minuten geschafft, zieht der Film an und ist abwechselnd amüsierend und nachdenklich. Ohne anstregend zu werden, wirft er dabei Fragen zur Selbsterkenntnis und Bewusstsein auf.

Insgesamt ein toller Film den man doch mal gesehen haben sollte - gute Unterhaltung, aber kein Popcorn-Kino.

What happens when a man goes through his own portal? 

Quelle: Wikipedia